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Wintertraum III

Genial, denke ich so vor mich hin und frage ganz vorsichtig: "Und das machten diese starken und einflussreichen Verbände für Menschen mit? Die werden doch überflüssig! Was machen die mit allen diesen sich so wichtig fühlenden Funktionären?" "Das war nur am Anfang ein Problem", antwortete der Alte und fährt fort: "Die Züchter wurden zu Unternehmen gemacht. Das hat den Vorteil der Kontrolle durch den Staat, der sich ja seinen Steueranteil sichern will. Die Verbände wurden zu Kammern. Ähnlich der Handwerkskammern. Mit Kontrollfunktionen, Beratungs- und Weiterbildungsangeboten usw.", schmunzelt der Alte. "Die haben ganz schnell "ja" zu dieser Sache gesagt. Es werden jetzt zwar nicht mehr so viele Funktionäre gebraucht, aber die vorhandenen sind einfach in der Qualität besser. Und die Züchter züchten nach Nachfrage und nicht am Markt vorbei. Wer auf seinen Menschen sitzen bleibt, dem tut das in der Geldbörse richtig weh. Und so einfach den Überschuss zu entsorgen, das ist nicht mehr. Die Kammern sind auf der Hut und dank des Chips auch in der Lage dieses zu kontrollieren".Mein Friese tritt mir vorsichtig ans Bein, er wird unruhig. Man merkt, er will nach Hause. Aber eines interessiert mich noch: "Der viel gehörte Einwand, es werden nur noch Modemenschen gezüchtet, scheint mir noch nicht gelöst", frage ich den Alten. "Das regelt sich von selbst. Wenn es eine Zeitlang in Mode war "Italiener" zu züchten, ist es bald nicht mehr interessant und eine andere Spezie wird "mode". Das ist aushaltbar", meint der Alte und steht langsam auf. "So, jetzt muss ich mich um meine Problemkinder kümmern", sagt er und reicht mir seine mächtige Pfote. "Hat Spaß gemacht, Dich kennen gelernt zu haben. Komm einmal wieder vorbei, wenn Du über diesen großen Bogen kommst, den es ja nicht wirklich gibt". Seine mächtigen Schultern scheinen ein wenig zu hängen, als er langsam den langen Gang zu den Unterkünften seiner wenigen Problemkinder hinunter geht.Hannibal und ich treten ins Freie, der Schneefall ist stärker geworden. Mühsam stampfen wir zu dieser großen Kuppe, die das Anwesen verdeckt. Deutlich spüre ich wieder diese Müdigkeit in meinen Gliedern. Noch ein parr Minuten, bis zum Baum an der Kuhtränke, dort werde ich ein kleines Päuschen machen.........mit einer fahrigen Bewegung wische ich mir über das Gesicht. Der kalte feine Schnee liegt wie eine dicke Haut zentimeterdick auf mir. Hannibal jault leise vor sich hin und zupft mit der Schnauze an meiner Jacke. Er will nach Hause. Mein Gesicht ist beißendkalt. Die Kopfschmerzen sind verschwunden. Ich schaue auf meine Uhr. Viel zu lange habe ich hier gesessen. Ich scheine eingenickt zu sein. Jetzt wird es wirklich Zeit, meine Frau wartet mit dem Essen, sie wird sich schon Sorgen machen.....









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